Zweite Kennenlernfahrt ins Ruwertal

„Om Duhmstaan sei mer romgerötscht. / Et waor net emmer ginstig.“. So beginnt in Trierer Mundart ein stadtbekanntes Gedicht, in dem es um einen Säulenrest vor dem Dom geht: der Domstein, auf dem rumzurutschen für Kinder nicht immer günstig war. Denn dort herumzuturnen, so das Gedicht weiter, hatte oft fatale Folgen für Kleidung und Körper.

Für den neuen Konfirmandenkurs, der am letzten Septemberwochenende 2026 Trier besuchte, war der Domstein hingegen der ideale Platz zum Ausruhen. Auf dem Weg von der Konstantin-Basilika und den Hauptmarkt hin zur Porta Nigra gehörte auch der Dom der Moselmetropole zum Besichtigungsprogramm. Ein Verschnaufen zwischendurch auf den Resten der antiken Granitsäule tat während des langen Fußmarsches richtig gut.

Auch der zweite Kurs, der jetzt mit Konfirmandenunterricht im Wichernhaus beschäftigt ist, fuhr zum Team-Building für ein Wochenende ins Ruwertalhaus. Bestes Wetter lockte die jungen Leute nach draußen: auf dem Sandplatz spielte man leidenschaftlich Beachvolleyball und Federball, die Ruwer bot Gelegenheit für Spaß und Spiel, und spätabends nahmen die Neulinge samt Betreuer am Lagerfeuer Platz. Zum Knistern und Knacken der Glut klang der gemeinsame Gesang noch mal so gut.

Gearbeitet wurde auch: zum Unterrichtsbeginn gestalteten die jungen Leute ihre Wappen, eine Zierde für die Unterrichtsordner. Und beim Stadtrundgang durch Trier hatte der Pfarrer so einiges zu erzählen, das zum Beispiel für den Geschichtsunterricht in der Schule wiederverwendbar ist.

Fast anderthalb Stunden dauerte der Sonntagsgottesdienst in der Basilika ein. Das Übermaß lag an einer Goldenen Konfirmation, bei der die Jubilare gesegnet und mit einer Urkunde bedacht wurden. Einer der Jubilare war übrigens der in der Basilika ebenfalls anwesende Mönchengladbacher Pfarrer. Zusammen mit der Pfarrerin und den beiden Teamern sprach er das Fürbittengebet in Triers größter evangelischer Kirche.

Drei Tage, zwei Nächte, ein Selbstversorgerhaus: wieder einmal hatte sich das Kennenlern-Konzept bestens bewährt. Als es am Sonntagnachmittag wieder zurückging, hatten alle den Sitzplatz längst wieder gewechselt. Statt auf dem glattgerutschten Domstein saß man nun auf einer gut gepolsterten Bank im Kleinbus und dem Pkw, mit denen die Gruppe zwischen Gladbach und Waldrach unterwegs war.

Text: Werner Beuschel. Fotos: Annette und Werner Beuschel

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