Die Evangelische Christuskirchengemeinde Mönchengladbach nimmt traurig und dankbar Abschied von Inge Lukoschus (*13.01.1929 +11.08.2025). Sie war der Gemeinde auf vielfältige Weise verbunden und engagierte sich unter anderem als Mitglied des Presbyteriums, des Leitungsorgans der Christuskirchengemeinde. Einen regelrechten Fulltime-Job als Ehrenamtliche hatte sie jedoch zur der Zeit, als ihr Mann Klaus von 1977 für dreizehn Jahre Gemeindepfarrer an der Christuskirche war. „Mutter ging auf in ihrer neuen Rolle als Pfarrfrau. Kümmerte sie sich schon immer um andere Menschen, die Hilfe brauchten, so verstärkte sich ihr Engagement an diesem neuen Ort», erinnert sich ihre Tochter Bettina, die ebenso wie ihr Bruder Stefan eine turbulente Zeit zuerst im Pfarrhaus auf der Kleiststraße und dann in der Wohnung im neu gebauten Haus Zoar erlebte. Inge Lukoschus konnte gut zuhören, und diese Stärke brachte sie seelsorgerisch schon in Düsseldorf zur Geltung, als sie noch nicht Pfarrfrau war. «Da waren so manche, die bei ihr anriefen, und die Telefongespräche dauerten», weiß Bettina Lukoschus, und zwar manchmal so «lange, dass das Mittagessen zu kochen so manches Mal ins Hintertreffen geriet». Die Kinder hatten auf ihre Weise Verständnis: «wir gingen zweimal um die Ecke zum Grill und holten halbe Hähnchen mit Pommes».
So berichtete es jetzt mit einem leichten Augenzwinkern die Tochter beim Abschiedsgottesdienst auf dem evangelischen Friedhof. Als Pfarrerin der Reformierten Kirche Muri Sins in der Schweiz leitete sie die Trauerfeier und das Begräbnis. Sie zeichnete die Stationen eines langen Lebens nach. Und es kam noch mal das segensreiche Wirken von Inge Lukoschus auch nach dem plötzlichen Tod des Mannes zur Sprache. Die Trauergemeinde erinnerte sich an eine Frau, die ganz aus dem Glauben lebte, herzlich auf die Menschen zuging und sich schnell am jeweiligen Ort heimisch fühlen konnte. Nach dem Auszug aus der Pfarrwohnung wohnte Inge Lukoschus lange in Sichtweite des Kirchturms der Christuskirche, zuletzt in der Belia Seniorenresidenz auf der Roermonder Straße. Nun hat sie eine Heimat gefunden, die sie zu Lebzeiten immer im Herzen trug. Nämlich die Heimat im Himmel. Diese österliche Gewissheit trägt das tiefe Mitgefühl der Christuskirchengemeinde, das in besonderer Weise ihren Kindern und ihrer ganzen Familie gilt.
