Dann war doch endlich wieder Sommer. So hätte man es mit einem leicht veränderten Songtitel von Rudi Carrell sagen können. Meteorologisch schrieb man bereits den Herbst an diesem ersten Wochenende im September 2025. Und in den Tagen zuvor hatte auch alles nach einer Abschiedsvorstellung des Sommers ausgesehen. Aber als der neue Konfirmandenkurs des Wichernhauses nach einer zweihundert Kilometer langen Anreise ins Ruwertal das Freizeithäuschen samt Außengelände so richtig in Beschlag genommen hatte, taten sich alle Möglichkeiten der warmen Jahreszeit auf. Die große Wiese lockte als Sportplatz, die Ruwer avancierte zum Spaßbad, gegessen wurde unter freiem Himmel. Und selbst die erste Arbeitseinheit des Konfirmandenunterrichts war eine Open-Air-Veranstaltung. Kein Wunder, dass die Zeit wie im Flug verging. Aber der alten Römerstadt Trier wollten die jungen Leute mit ihrem Pfarrerehepaar auch noch einen Besuch abstatten. Bummeln fiel aus, zügig bewegte sich die Gladbacher Reisegruppe vom Busparkplatz zur Porta Nigra. Mit einem Eis auf der Hand hörten die Konfirmanden zu, was der Pfarrer zum Wahrzeichen Triers zu sagen hatte.
Am Abend legte sich dann Robert Schmitt in bewährter Manier für seine Nachbarn ins Zeug. Unter dem Schwenkgrill hatte er ein Feuer entfacht. Bald wanderten die ersten optimal gebräunten Bratwürstchen auf die Teller. Und unter einem funkelnden Sternenhimmel gestalteten dann die jungen Leute selbst ihr Programm am Lagerfeuer.
Der Sonntag war wieder für Trier bestimmt. Reichlich Zeit und Muße hatte man für einen Besuch der Konstantin-Basilika mitgebracht. Eine Teilnahme am Gottesdienst gehörte dazu. Dieser stand im Zeichen des Konfirmations-Jubiläums. So begrüßte der Ortspfarrer die Frauen und Männer, die vor fünfzig, sechzig und noch mehr Jahren konfirmiert wurden. Und er hieß zugleich die jungen Leute willkommen, die in zwei Bankreihen sitzend gerade den Konfirmandenunterricht begonnen hatten. Das war die Gladbacher Reisegruppe. „Wieder neue Gesichter“, meinte der Trierer Pfarrer und fügte launig hinzu, „aber mit derselben Pfarrerin und demselben Pfarrer“. Innerhalb eines Vierteljahres hatte er zum dritten Mal eine Konfirmandengruppe vom Niederrhein in der Basilika begrüßt.
Jetzt war es eine Fahrt zum Kennenlernen gewesen. In Windeseile hatte die Gruppe zusammengefunden und das heitere Sommerwetter seinen Teil dazu beigetragen. Ein gelungener Start für das Unternehmen Konfirmandenunterricht!
Christoph Unzen (erstes Galeriefoto), Annette Beuschel und Werner Beuschel fotografierten.
