Erweiterte Radstation am Hbf Rheydt eröffnet

Am 30. März 2026 wurde die erweiterte Radstation am Hauptbahnhof Rheydt offiziell eröffnet. Mit dem Ausbau reagiert das Diakonische Werk Mönchengladbach auf den steigenden Bedarf an Fahrrad-Services und verbessert zugleich die Arbeitsbedingungen vor Ort deutlich.

„Immer mehr Menschen steigen in Mönchengladbach aufs Rad um“, erklärt Johannes Kuhn, Geschäftsleiter Soziale Dienste der Diakonie. „Mit der Erweiterung der Radstation machen wir den Umstieg auf umweltfreundliche Mobilität noch attraktiver. Gleichzeitig schaffen wir einen Ort, an dem Menschen neue Perspektiven entwickeln können. Unser Ziel ist es, ökologische Mobilität mit sozialer Verantwortung zu verbinden und konkrete Beschäftigungsperspektiven für langzeitarbeitslose Menschen zu eröffnen.“

Ermöglicht wurde die Erweiterung durch die enge und konstruktive Zusammenarbeit mit der Entwicklungsgesellschaft Mönchengladbach (EWMG) als Eigentümerin der Fläche. Einen wichtigen finanziellen Beitrag leistete zudem der Arbeitslosenfonds der Evangelischen Kirche im Rheinland, der die Anschaffung von Inventar mit 20.000 Euro unterstützte.

Mit der Erweiterung profitieren Pendlerinnen und Pendler von einem verbesserten Serviceangebot zum parken, warten und pflegen der Fahrräder und von mehr Raum für größere Fahrräder, z.B. Lastenräder.

Die Radstation am Hauptbahnhof Rheydt wird bereits seit 2012 vom Diakonischen Werk betrieben. Sie bietet langzeitarbeitslosen Menschen eine Beschäftigungsperspektive mit sozialpädagogischer Begleitung. Ziel ist es, eine stabile Tagesstruktur zu fördern, Vermittlungshemmnisse abzubauen und den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.

Deutliche Verbesserung der Infrastruktur und Arbeitsbedingungen

Neben der höheren Sichtbarkeit im neugestalteten Bahnhofsumfeld konnten die Arbeitsplätze von zwei auf fünf erweitert werden, wodurch mehr Beschäftigungsmöglichkeiten für langzeitarbeitslose Menschen geschaffen werden.

Diese Maßnahmen stellen einen wichtigen Schritt dar, um sowohl die Qualität der Arbeit als auch die sozialen Rahmenbedingungen nachhaltig zu verbessern. Zusätzlich ermöglichen die erweiterten Sanitäranlagen erstmals auch den Einsatz weiblicher Mitarbeitender in der Radstation Rheydt.

Ein besonderer Beitrag zur Umsetzung des Projekts kam aus den eigenen Reihen: Markus Esser, gelernter Tischler und leitender Schichtleiter, hat gemeinsam mit dem Team der Radstation sowie internen Unterstützern – unter anderem aus der IT-Abteilung – eine moderne Werkstatt inklusive Fahrradannahme aufgebaut.


Die Ausgangssituation:

Seit dem 01.05.2012 ist die Diakonisches Werk Mönchengladbach gGmbH Träger der Radstation in Mönchengladbach-Rheydt. Am 8. April 2017 übernahmen wir auch den Betrieb der Radstation am Mönchengladbacher Hauptbahnhof mit über 660 Stellplätzen. 

Unser Ziel ist es, jungen Menschen, die aus verschiedensten Gründen keinen Arbeits- oder Ausbildungsplatz finden zu beruflicher Integration und Qualifikation zu verhelfen. Jugendliche und junge Erwachsene mit schulischen und/oder sozialen Defiziten erhalten bei uns, in der Regel bis zu einem Jahr befristet, eine Arbeitsgelegenheit mit dem Ziel, sie für den ersten Arbeitsmarkt fit zu machen.

Um einen geregelten Tagesablauf zu gewährleisten, begleiten Schichtführer die Teilnehmenden. Ein Werkstattleiter kümmert sich um den gesamten organisatorischen Ablauf und die sozialpädagogische Begleitung betreut die Mitarbeiter je nach individuellem Unterstützungsbedarf.

In den 90-er Jahren hat sich der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) Nordrhein-Westfalen (NRW) für ein Programm 100 FAHRRADSTATIONEN eingesetzt, so dass dieses in die Koalitionsvereinbarungen 1995 mit aufgenommen wurde. Daraufhin beauftragte das Land NRW den ADFC mit der Einrichtung einer ENTWICKLUNGSAGENTUR FÜR FAHRRADSTATIONEN. Die Idee zum flächendeckenden Aufbau von Radstationen wurde unterstützt durch den Strukturwandel im Ruhrgebiet.

Man war auf der Suche nach neuen Projekten und Ideen in der Beschäftigungspolitik und daher konnten im Rahmen eines Projektes der Internationalen Bauausstellung (IBA) Emscher Park/Ruhrgebiet entlang der Köln-Mindener-Eisenbahnstrecke die ersten Fahrradstationen entwickelt und erprobt werden. So wurde die erste Radstation 1997 innerhalb des IBA-Projektes und nach Auflegen des Programms 100 Fahrradstationen in NRW in Mülheim an der Ruhr am Bahnhof Styrum eröffnet. (Quelle: ADFC NRW, Heike Kießlich und Tim Städele, 2006).

Christiane Lambertz
Assistentin des Vorstands
Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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