Bundesweiter Aktionstag Suchtberatung

Am Donnerstag, 13. November 2025, findet der bundesweite Aktionstag Suchtberatung unter dem Schwerpunktthema „Sucht betrifft uns alle – Hilfe auch!“ statt. Ziel des Aktionstags ist es, die Bedeutung der Suchtberatungsstellen für Betroffene, Angehörige und die Gesellschaft hervorzuheben. Denn Suchtberatung ist mehr als eine Soforthilfe – sie schützt Menschen, Familien und soziale Gemeinschaften nachhaltig.

Suchtberatungsstellen ermöglichen auf individueller Ebene einen frühzeitigen und niedrigschwelligen Zugang zu Informationen und Unterstützungsangeboten. Sie bieten Orientierung bei der Erkennung von Abhängigkeiten, begleiten beim Erlernen von Bewältigungsstrategien und unterstützen beim Zugang zu Therapien und weiterführenden Hilfen. So helfen sie, Krisen vorzubeugen, Folgeerkrankungen zu vermeiden und Schritte zu einer langfristigen Gesundung zu gehen.

Auch gesellschaftlich sind Suchtberatungsstellen unverzichtbar. Sie tragen zur Gesundheitsvorsorge, zur Kriminalitätsprävention, zur Stabilisierung von Bildungsbiografien und zur sozialen Teilhabe bei. Durch frühzeitige Intervention, fachliche Expertise und niederschwellige Arbeit entstehen positive Effekte für das gesamte Gemeinwesen.

Das Diakonische Werk Mönchengladbach engagiert sich seit 1975 in der Suchtkrankenhilfe. In der Suchtberatungsstelle auf der Mittelstraße 12 in Mönchengladbach-Rheydt erhalten Ratsuchende Unterstützung zu Fragen rund um Alkohol- und Medikamentenkonsum sowie zum Umgang mit neuen Medien wie Computer und Smartphone. Neben Einzel- und Familiengesprächen werden auch Informationsveranstaltungen, Co-Beratungen und Fallbesprechungen für Fachkräfte angeboten.

Im Jahr 2024 suchten 918 Menschen die Suchtberatung des Diakonischen Werkes auf – ein deutlicher Beleg für die hohe Relevanz des Angebots. In den Beratungsgesprächen können Betroffene ihr Konsumverhalten reflektieren, ihre Abhängigkeit einschätzen und Wege zu Veränderung und Stabilität entwickeln. Die offene Informations- und Motivationsgruppe bietet dabei einen sicheren Rahmen für den Austausch und erste Schritte in Richtung Veränderung. Auch Angehörige finden Hilfe, um aus Ohnmacht und Scham herauszutreten und eigene Ressourcen zu stärken.

Dennoch steht die Suchtberatung in Deutschland unter erheblichem Druck: Drei Viertel der bundesweit geförderten Einrichtungen konnten im Jahr 2024 ihre Kosten nicht decken, einige mussten schließen. Das Diakonische Werk Mönchengladbach appelliert daher eindringlich an Politik, Gesellschaft und Medien, Suchtberatungsstellen als unverzichtbaren Teil der Gesundheits- und Sozialpolitik zu sichern und ausreichend finanziell auszustatten.

Christiane Lambertz

Kontakt für Rückfragen:
Diakonisches Werk Mönchengladbach e.V.
Suchtberatungsstelle
Mittelstraße 12, 41236 Mönchengladbach-Rheydt
Telefon: 02166 / 123456
E-Mail: suchtberatung@diakonie-mg.de

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