Ein Vortrag von Wolfgang Bußler, Pfarrer i.R. Mönchengladbach, am Donnerstag, 5. März 2026, 19.30 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum Rheydt-West, Lenßenstraße 15.
Aufgewachsen in Rheindahlen, war Wolfgang Bußler jüdisches Leben bekannt durch den Jüdischen Friedhof und durch Erzählungen über jüdische Nachbarn. Sein Interesse an der Geschichte des Judentums in seiner Heimat wuchs während seiner Zeit als Seelsorger in Blankenheim-Nettersheim u. A. durch das Buch „Judaica – Juden in der Voreifel“ von H. Dieter Arentz und später „Juden in Mönchengladbach“ von Dr. Günter Erckens.
Der romanische Tragaltar der Münsterkirche St. Vitus von 1160 (!) führte Bußler zur Beschäftigung mit dem Motiv „Ecclesia und Synagoga“ – den Personifikationen von Kirche und Judentum. Daraus entstand das Buch „Ecclesia und Synagoga und der Mönchengladbacher Tragaltar“. In seinem Buch betrachtet der Verfasser dieses Motiv durch die Zeiten der Kunstgeschichte bis in die Gegenwart. Die Diskriminierung des Judentums in unserem Land lässt sich an Hand von Kunstwerken darstellen, seit 1000 Jahren bis in die Gegenwart.
2025 war das Jubiläumsjahr 60 Jahre „Nostra Aetate“ – Erklärung der katholischen Kirche zum Judentum auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Aus diesem Anlass wurde die Stellungnahme „…und jetzt?“ – Leitlinien zum Umgang mit antijüdischen Bildwerken in und an Kirchenräumen der ev. Landeskirchen und der kath. Bistümer in NRW veröffentlicht. Wir laden herzlich zum ökumenischen Abend im Offenen Abendtreff Rheydt-West mit eindrucksvollen Bildern, Texten und Musik ein.
Musikalische Gestaltung: Kantor i.R. Udo Witt; Text-Rezitationen: Ruth Vitz
Pfarrer i.R. Olaf Nöller (Kontakt: 02166/31740; olaf.noeller@ekir.de)
