Kindergottesdienst

Kleines Senfkorn – Hoffnung

Mit dem Schätzen der Geldmenge in unserem Kollektenglas begannen wir den letzten Kindergottesdienst vor den Ferien. Viele kleine Münzen lassen doch eine beachtliche Summe in einem Jahr entstehen. Derjenige, der am nächsten den Betrag schätzte, sollte am Ende einen Preis erhalten.
Mit der Bibelgeschichte des Mannes, der ein kleines Senfkorn pflanzt und nach einigen Tagen die ersten Blättchen entdeckt, daraus nach und nach Äste, Zweige und Blattwerk sprießen, bis ein großer Baum sich bildet, der alles Unkraut überschattet und nach einigen Jahren der ganze Acker voller Senfbäumen steht, wollten wir den Kindern Gott im Kleinen beschreiben. Wie mächtig und stark Gott wirken kann, wenn auch erst nichts zu sehen ist. Wir sammelten auf dem Kirchenvorplatz tote Fliegen, Blütenblätter, Blätter..., die wir unter Mikroskope legten, um die vielen Adern und Zellen, durch die Gott Photosynthese und damit Leben gedeihen lässt, zu beobachten. Auch Zwiebelhaut und Flügel wurden bewundert, als die Kinder die vielen  Organismen ganz groß unter Lupen und Mikroskopen wahrnahmen.
Wir zeigten den Kindern Senfpflanzen, die gerade keimten, und eine     Woche alte Pflänzchen, die bereits zwei Blättchen trugen, und stellten mit ihnen die Entwicklung vom Saatkorn bis zu einem großen Baum nach.  Begeistert halfen alle mit und am Ende lag ein Baum, der bis in den   Himmel wächst, vor uns.

Zum Schluss lösten wir auf, wer den Kollektenbetrag am nächsten  geschätzt hatte. Monique gewann. Aber alle Kinder hatten viel zu wenig getippt. Lässt Gott nicht so viel mehr entstehen, als wir meistens glauben?

Allen schöne Ferien!

Ulrike Ginster