Gemeindevortag Dr. K.-H. Bassy „Bekommt Flocki im Himmel seine Lieblingswurst? – Der Tod eines Tieres als theologisches Problem in einer nachchristlichen Gesellschaft“

Gemeindevortrag:Pfarrer Dr. Karl-Heinz Bassy am 09. Oktober um 19:00 Uhr

„Bekommt Flocki im Himmel seine Lieblingswurst? – Der Tod eines Tieres als theologisches Problem in einer nachchristlichen Gesellschaft“

Über einen Zusammenhang von religiösen Traditionen und dem Leiden von Tieren in jüdisch – christlichen Gesellschaften besteht weitgehend Konsens. Das „Macht euch die Erde untertan“ aus dem ersten Mosebuch hat unendliches Leid über die Tiere gebracht. Die in der Bibel mannigfach bezeugte „Mitgeschöpflichkeit“ von Mensch und Tier wurde aufgekündigt, das Tier mehr und mehr zum Objekt und Gegenstand, mit dem man beliebig verfahren konnte. Allein das Wort „Fleischfabrik“, das auf manchen LKWs von Großmetzgereien steht, spricht Bände.

Zugleich werden Tiere vermenschlicht und nehmen in einer Gesellschaft, in der ein erheblicher Teil der Menschen alleine lebt, einen völlig neuen Stellenwert ein. Viele Haustiere sind zum Partnerersatz geworden und werden auch so behandelt. Es wundert angesichts dieser widersprüchlichen Aspekte kaum, daß Theologie und Kirche bei der Trauerbewältigung infolge des Todes eines Tieres weitgehend sprachlos geblieben sind. In diesem Vortrag werden religions-, theologie- und kulturgeschichtliche Aspekte betrachtet, die dieser selbstverschuldeten Ohnmacht entgegenwirken. Ziel ist es, Hilfestellungen für eine theologisch und philosophisch fundierte Sprachfähigkeit angesichts der Trauer um ein Tier zu geben. Elemente der pastoralpsychologischen Trauerforschung werden dabei berücksichtigt.

Der allgemeinverständliche Vortrag ist für jeden geeignet, der eine emotionale Beziehung zu einem Tier hat, der um ein geliebtes Tier trauert, der der mehr als nur philosophisch-theologischen Frage nachgeht, ob auch Tiere eine Seele haben – und welche Folgen das für unser Zusammenleben mit ihnen haben kann und muß. 

Herzliche Einladung! Am Ende bitten wir um eine Spende zugunsten weiterer Vorträge (auch aus anderen theologisch-philosophischen Fachgebieten) in unserer Gemeinde.