Radelnd unterwegs an Mosel und Ruwer

Die erste Etappe wurde weitgehend noch auf Rädern zurückgelegt, die sich auf Stahlschienen drehten: mit dem Zug reiste eine Gruppe aus dem Kindergottesdiensthelferkeis samt dem Pfarrerehepaar zu einer Fahrradfreizeit an die Mosel. Aber in den folgenden neun Juli-Tagen trat man selber kräftig in die Pedale, um über Cochem und Traben-Trarbach zum Ruwertalhaus bei Trier zu kommen. Unterwegs schauten die Radler sich die Reichsburg in Cochem und das romantische Beilstein an, außerdem nahmen sie wissbegierig auf, was der Winzer Markus Boor vom evangelischen Kirchengut Wolf rund um den Wein im Moseltal anzubieten hatte. Im Ruwertal besichtigte man dann ein Schieferbergwerk, das heute ein Museum ist.

Insgesamt waren es am Ende mehr als zweihundertsiebzig Kilometer, die man in den Waden hatte, ein Großteil davon zurückgelegt mit schwerem Gepäck. Aber daneben gab es genug Momente der Muße. Dazu zählten auch stundenlanges Rundlauf-Spiel um die Tischtennisplatten der Jugendherbergen in Cochem und Traben-Trarbach, unendliche Variationen des Werwolf-Rollenspiels und manchmal einfach nur das Sitzen im Uferkies zu abendlicher Stunde, bei dem man gedankenverloren den vorbeiziehenden Schiffen auf der Mosel nachschaute. Vorläufiger Schlusspunkt der Tour war der Trier, und von dessen Hauptbahnhof ging es wieder zurück an den Niederrhein.