Starkes Zeichen der Ökumene

Um ihre Verbundenheit zu zeigen und drohendem ökumenischen Stillstand ein Zeichen der Gemeinschaft entgegenzusetzen, haben Mitglieder der katholischen und evangelischen Innenstadtgemeinden Alt-Gladbachs am Abend des Reformationstages nach dem Gottesdienst zu einem Agapemahl vor der evangelischen Christuskirche am Kapuzinerplatz eingeladen, bei dem Brot und Wein miteinander geteilt wurden. Auf Grund der überraschend großen Resonanz mussten noch schnell weitere Tische und Gläser herangeschafft werden. „Das zeigt, dass die Christen in dieser Stadt so viel mehr eint als sie trennen kann“, sagte eine der Organisatorinnen. Die Veranstalter planen, diese öffentlichen Agapefeiern fortzusetzen, um ihren Wunsch nach substantiellen Fortschritten in der Ökumene zu bekräftigen.

Das Reformationsjahr 2017 wurde von evangelischen und katholischen Gemeinden in Deutschland bewusst als Christusfest gefeiert, um nicht die als schmerzhaft empfundene Spaltung, sondern die Verbundenheit der Christen zu betonen. Gleichzeitig zeigen sich aber Tendenzen, die zu einem Stillstand in den ökumenischen Beziehungen führen können. Dem wollen evangelische und katholische Christinnen und Christen in Mönchengladbach ein Zeichen der Gemeinschaft und Einheit entgegenstellen. Die Mitglieder der ökumenisch bewegten Gruppe gehören den Pfarren St. Benedikt, St. Vitus und der Christuskirchengemeinde an, waren gemeinsam in Wittenberg, in Rom und zuletzt in Worms auf den Spuren Luthers.  Dort  in Worms wurde die Idee geboren, dieses Zeichen der Einheit in der offenen Form des Agapemahls zu setzen. Und zur Bekräftigung der Überzeugung, dass es nur eine Kirche Jesu Christi gibt.