Rezeptive Ökumene - vom anderen lernen

Eigentlich hätte Barbara Rudolph, Ökumenebeauftragte der Evangelischen Kirche im Rheinland, die evangelische Sicht auf die Ökumene vertreten sollen. Doch sie musste die zweite Veranstaltung im Rahmen der Ökumenischen Impulse kurzfristig absagen. Für sie sprang Dr. Hans-Georg Link ein, viele Jahre als Ökumenepfarrer in Köln und im Ökumenischen Rat der Kirchen tätig. In seinem Rückblick auf die Geschichte der Trennung der christlichen Konfessionen mahnte er zur Geduld. Auch die Kirchen der Reformation hätten erst vor 40 Jahren in der Leuenberger Konkordie zur Abendmahlsgemeinschaft gefunden. Die 400 Jahre der Trennung hätten viele Verletzungen mit sich gebracht, meinte er. Eine mögliche Lösung sieht er in der aus Großbritannien kommenden rezeptiven Ökumene, einer Bewegung, die nicht fragt, was der andere übernehmen solle, sondern was man selbst vom anderen lernen könne.

Die Mahnung zur Geduld stieß bei den Teilnehmern der Veranstaltung nicht auf ungeteilte Zustimmung. "Wir sind in Mönchengladbach eigentlich weiter", war von einigen zu hören.