Neue Radstation am Gladbacher Hauptbahnhof eröffnet

Es hat tatsächlich lange, sehr lange gedauert, die Radstation am Mönchengladbacher Hauptbahnhof zu verwirklichen. So lange, dass mancher schon kaum noch an die Umsetzung geglaubt hat. Aber nun zeigt sich, dass sich das Warten gelohnt hat. Die neue Radstation, die ebenso vom Diakonischen Werk Mönchengladbach betrieben wird wie ihr Rheydter Pendant,  ist architektonisch ein Schmuckstück, befindet sich definitiv am richtigen Ort und bietet Arbeitsplätze für sechs festangestellte Mitarbeiter und bis zu 18 Teilnehmer an Maßnahmen zur Heranführung an den Arbeitsmarkt. Rundum gelungen, fanden denn auch die vielen Gäste aus Rat und Verwaltung bei der Eröffnung.

Oberbürgermeister und Baudezernent betonten den Willen der Stadt, das Fahrradfahren in der Stadt attraktiver zu machen. Der Ausbau der Fahrradwege habe eine hohe Priorität und die Radstation sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer fahrradfreundlichen Stadt. Das hörten die Vertreter der Initiativen, die seit Jahren den desolaten Zustand des Fahrradwegenetzes in der Stadt beklagen, gerne.

666 Stellplätze bietet die neue Radstation.  Für achtzig Cent am Tag sind die Räder vor Wind, Wetter und Vandalismus geschützt. Sie werden auf Wunsch gewartet oder geputzt und können sogar aufgeladen werden, sofern es sich um Elektro-Räder handelt. Aber nicht nur den Rädern tut die Radstation gut, auch der Stadt, die vom vielleicht reduzierten Autoverkehr profitieren würde und der Gegend um den Platz der Republik, die erhellt und belebt wird. Und schließlich natürlich den meist jungen Mitarbeiter, deren Tage Struktur erhalten und die wichtige Kompetenzen erwerben, die sie für den Arbeitsmarkt qualifizieren.

„Besonders positiv fand ich, dass alle jungen Mitarbeitenden bei der Eröffnung dabei waren“, stellte Heinz Herbert Paulus nach der Eröffnungsfeier fest.  „Es war für die jungen Mitarbeitenden nach vielen Monaten der Erwerbslosigkeit auch der erste Arbeitstag, insofern ein außergewöhnlicher Tag, den sie sichtlich genossen haben. In den Gesichtern konnte man deutlich sehen, wie stolz und motiviert sie alle waren, bei uns in der Radstation zukünftig zu arbeiten. 
Es hat sich also gelohnt nach jahrelanger Planung für mich als Geschäftsführer der Diakonie MG, dass Projekt "Radstation am HBF MG"  in die Tat umzusetzen und mit anzusehen, dass es jetzt endlich losgehen kann.
Wir können als Betreiber und Träger der neuen Radstation sehr stolz darauf sein, dass wir dieses Projekt an einem zentralen Punkt in Mönchengladbach verwirklicht haben. Wo wir als evangelische Kirche und Diakonie Flagge zeigen können und wo wir jungen Menschen, die auf dem normalen Arbeitsmarkt keine Chance mehr haben, künftig einen Beschäftigungsplatz mit begleitender sozialpädagogischer Unterstützung anzubieten haben. Für uns alle somit eine toller Erfolg.“

Angela Rietdorf