Mönchengladbacher Bündnis zeigt Flagge gegen Rechtspopulisten

Rund dreihundert Gladbacher Bürger kamen am Freitagabend in und an die Christuskirche, um für ein demokratisches, hilfsbereites und weltoffenes Deutschland zu demonstrieren - auch und gerade nach den Vorfällen in der Silvesternacht. Aufgerufen hatte das Bündnis "Aufstehen - Für Menschenwürde - gegen Rechtsextremismus", dem auch der evangelische Kirchenkreis und der Stadtverband angehören. Die Veranstaltung stand unter der Überschrift "Flucht nach Ägypten" und hatte damit bewusst ein religiöses Thema gewählt. Mit dem Bezug zur Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten wurde auf die Flucht als immer wieder kehrendes biblisches Thema verwiesen. "Auch heute wie vor 2000 Jahren fliehen Menschen, weil sie ihre Familien und sich selbst vor Mord, Terror und Hunger schützen wollen. Die Aufnahme von Flüchtlingen ist aus christlicher Sicht eine grundlegende menschliche Aufgabe, weill mit den Flüchtlingen Gott selbst an unsere Tür klopfen kann. Nein, nicht nur kann, sondern es tatsächlich tut, wenn wir das Evangelium ernst nehmen. Im Abschnitt über das Weltgericht sagt Jesus: "Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen." So hieß es in einer der Ansprachen in der Christuskirche, mit denen die Veranstaltung begann. Anschließend bewegte sich der Demonstrationszug über den Kapuzinerplatz zur Citykirche, wo die Veranstaltung ihr Ende fand. Zeitgleich hatte eine pegida-nahe Demonstration auf dem von der Polizei abgesperrten Kapuzinerplatz stattgefunden.