Der Stadtempfang der evangelischen Kirchengemeinden stand im Zeichen der Ökumene

Heiligtumsfahrt und Reformationsjubiläum gemeinsam feiern

„Wir haben gelernt, miteinander zu reden, uns gegenseitig zu vertrauen und uns auf gemeinsame Pfade zu begeben“, stellte Pfarrerin Antje Brand, die Vorsitzende des Verbandes der evangelischen Kirchengemeinden in Mönchengladbach, zu Beginn des diesjährigen Stadtempfanges fest. Sie bezog sich auf die Kooperation der evangelischen Gemeinden der Stadt, aber die Aussage lässt sich problemlos auf die ökumenische Zusammenarbeit ausweiten, das wurde imVerlauf des Abends deutlich.

Der Stadtempfang, der in diesem Jahr in Wickrathberg stattfand, hatte die Ökumene zum Thema. Neben den Gästen aus den befreundeten katholischen Gemeinden war auch ein Vertreter der griechisch orthodoxen Kirche gekommen. „Das Thema Ökumene lag auf der Hand“, sagt Pfarrerin Antje Brand. „Wir Christen müssen zusammenrücken.“

Gelebte Ökumene vor Ort funktioniert schon seit Jahren in den meisten Gemeinden reibungs- und problemlos. Gemeinsame Gottesdienste und gemeinsame soziale Projekte beider Konfessionen wie die ökumenischen Gottesdienste zu Christi Himmelfahrt und am Pfingstmontag oder die ökumenische Jugend- und Altenarbeit in Eicken sind Beispiele für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. In Zukunft sollen auch die konfessionell geprägten Feste stärker miteinander gefeiert werden. So sind die Protestanten der Stadt zur Heiligtumsfahrt der katholischen Gemeinden im Juni eingeladen.

Pfarrer Dr. Albert Damblon erklärte in seinem Vortrag während des Stadtempfangs den eher reliquienscheuen Protestanten die Bedeutung der Heiligtumsfahrt so: „Reliquien sind Zeichen, Zeichen für Lebenszusammenhänge und Hoffnungsstränge. Durch das Abendmahlstuch wird Christus in die Mitte gerückt.“ Die Heiligtumsfahrt findet vom 13. bis 19. Juni 2014 statt. Gemeinsame Aktivitäten zum Reformationsjubiläum 2017 werden bereits geplant.