Schlusserklärung der Reformationssynode in Mönchengladbach-Rheydt

Am 1. und 2. September 2017 sind wir als Delegierte aus Tansania, Marokko, Argentinien, Namibia, Humbang-Habinsaran, Humbang, Nias, Belgien, Niederlande und den Kirchenkreisen Niederlausitz, Aachen, Jülich, Gladbach-Neuss und Krefeld-Viersen zu einer Synode anlässlich des Reformationsjubiläums zusammengekommen.
Gemeinsam haben wir uns unter das Leitwort der Synode „Gottes Wort kehrt nicht wieder leer zu ihm zurück“ (Jesaja 55) gestellt.
Wir haben gemeinsam gebetet, gesungen und auf Gottes Wort gehört.
Wir haben gehört, wie das Leitwort in unseren Kontexten Wirkung erzielt.
Auf der Grundlage des Gehörten vereinbaren wir als Synode im Jubiläumsjahr der Reformation:

- den Menschen Gottes Heil in Jesus Christus nahezubringen und unseren allmächtigen Gott zu bitten, uns die Kraft zu geben, den zerstörerischen Mächten zu widerstehen, umzukehren und einen einfachen und verantwortlichen Lebensstil (niasisch: Ugahari) zu suchen;
- den Auftrag ernst zu nehmen, uns gegenseitig wahrzunehmen, auf einander zu hören und einander zu helfen. Dafür werden wir in unseren Gemeinden werben und die Voraussetzungen schaffen;
- in Gottesdiensten für unsere Gemeinschaft zu beten und unserem barmherzigen und gnädigen Gott unsere Geschwister, denen wir hier begegnen und die wir hören durften, ans Herz zu legen;
- die ökumenische Zusammenarbeit der Kirchen auf allen Ebenen zu vertiefen für ein gemeinsames Christuszeugnis;
- im öffentlichen Leben für die Zusage Jesu einzustehen, dass er gekommen ist, damit alle Menschen das Leben in Fülle haben. Wo die Wirklichkeit der Welt der Verheißung des Evangeliums entgegensteht, werden wir dazu Stellung nehmen;
- Bündnisse zu suchen untereinander und mit Menschen und Organisationen außerhalb der Kirchen, die Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung mit uns anstreben;
- gemeinsam Maßnahmen und Projekte zu entwickeln, damit wir diese Vereinbarungen umsetzen können.

Mönchengladbach-Rheydt, 2. September 2017