Aufruf zum Bau der kleinsten Kapelle am Niederrhein

Viele Menschen ärgern sich darüber, dass besonders evangelische Kirchen wochentags verschlossen und damit Ruhesuchenden und Betenwollenden versperrt sind. Natürlich kann man das auch an anderen Orten als einer Kirche, aber die Qualität des Raumes ist doch eine besondere. Leider können wir unsere Johanneskirche nicht öffnen, da schon öfters Diebe unser Gemeindezentrum heimgesucht haben (und sie suchten eher nicht die Nähe Gottes in ihm…). Im vergangenen Jahr waren meine Frau und ich in dem wunderschönen Künstlerort Worpswede auf den Spuren von Rilke, Vogeler und anderen berühmten Künstlern. Dabei fiel uns „die kleinste Galerie von Worpswede“ auf, die Sie auf den Bildern unten sehen können. Gewiss lässt das Häuschen an einen anderen Gebrauch denken, aber es wird häufig von Ruhesuchenden frequentiert und hat sich zu einem kleinen, stillen Magneten entwickelt. Der Gedanke lag nahe, dies auf unsere Bedürfnisse zu übertragen. Ein entsprechender Antrag wurde im Herbst 2015 von unserem Presbyterium bewilligt, so daß wir nun auf Spendersuche gehen können:

Gedacht ist an eine ähnliches, aus Holz bestehendes kleines Gebäude, in dem ein Bild, eine Kerze, entsprechender Raumschmuck und Literatur zur Besinnung einladen. Die „Kapelle“ mit Platz für eine oder maximal zwei Personen soll auf dem Kirchenvorplatz ihren Ort haben und ganztägig geöffnet sein. Wir gehen damit das Risiko von Missbrauch und Vandalismus ein, doch wollen wir es angesichts der spirituellen Bedürfnisse vieler Menschen wagen! Auch ist daran gedacht, die „Kapelle“ transportabel zu     gestalten, so dass sie anderen Gemeinden (z.B. anlässlich von Gemeindefesten) zur Verfügung gestellt werden kann.

Bitte sprechen Sie mich an, ob Sie sich für 2017 (dem 500. Gedenkjahr der Reformation) ein solches Projekt für unsere Gemeinde vorstellen können, welche Ideen Sie für die konkrete Umsetzung haben – oder spenden Sie direkt dafür! Wir wissen, dass es ein „Luxusprojekt“ ist, doch sind wir von seiner Sinnhaftigkeit überzeugt. Um es im Bewusstsein der Kirchen- und Kommunalgemeinde zu verankern und um den mit Kirchensteuern leidlich gefüllten „Gemeindesäckel“ zu schonen (wir haben noch unzählige andere Aufgaben und Verpflichtungen), bitten wir Sie sehr herzlich um Spenden.

Für Rückfragen stehen Ihnen meine Frau und ich, aber auch die Mitglieder des Presbyteriums gerne zur Verfügung.

Ihr Pfarrer Dr. Karl – Heinz Bassy