Siebenbürgenhilfe - Die Not ist groß

Die Not ist groß

Behinderte, Alte und Kranke erhalten in Rumänien nicht die Hilfe und Fürsorge, die sie benötigen. Zu dem Ergebnis kommt die Besuchergruppe der Siebenbürgenhilfe des Diakonischen
Werks Mönchengladbach. Ilse Harff, die sich seit über 30 Jahren ehrenamtlich in der Siebenbürgenhilfe engagiert, und Ute und Hubert Nensel besuchten auf ihrer Herbstfahrt nach Siebenbürgen schwerpunktmäßig Einrichtungen für Behinderte, Kranke und Alte von privaten Organisationen.

Die Verantwortlichen in den Einrichtungen berichteten, dass sie zu einem geringen Teil einen Zuschuss vom rumänischen Staat erhalten und den größten Teil der Kosten durch Spenden, Verkaufserlöse und Zuwendungen Dritter aufbringen müssen.

Das Dr. Carl-Wolff-Altenheim in Hermannstadt wurde vor 20 Jahren durch das Innenministerium der Bundesrepublik Deutschland errichtet. Ein Haus, das sich allein durch seinen Bau und die Ausstattung wohltuend von rumänischen Einrichtungen unterscheidet. Die pflegebedürftigen Bewohner werden in Zwei-Bett-Zimmern gepflegt. Die älteren, rüstigen Bewohner bewohnen alleine ein Zimmer mit Nassbereich. Nur etwa 40% der Kosten werden durch den rumänischen Staat aufgebracht.

Ähnlich sieht es in dem Hospiz für krebskranke Patienten und dem Kinderhospiz auf dem gleichen Gelände aus. Das Kinderhospiz ist das einzige in Rumänien und es erfährt keine besondere Förderung.  

Der Diakonieverein in Alba Iulia unterhält ebenfalls Alten- und Behinderteneinrichtungen. Außer den reinen Unterbringungskosten für die Bewohner muss er zur Deckung der Gesamtkosten Spenden akquirieren und in Second-Hand-Läden die aus Deutschland und auch aus Mönchengladbach gespendete Kleidung verkaufen.

Auch alte und kranke Menschen, die nicht in Einrichtungen leben, erhalten nicht die Hilfen, die sie benötigen. Für ein 11-jähriges Mädchen, das an Epilepsie erkrankt ist, ist von einem auf den anderen Tag das benötigte Medikament nicht mehr zu bekommen. Eine an Multiple-Sklerose erkrankte Frau von Anfang 50 Jahre erhält nicht die notwendige Physiotherapie, die zum Erhalt ihrer Beweglichkeit und damit auch Eigenständigkeit dringend erforderlich ist.

In allen Fällen kann die Siebenbürgenhilfe des Diakonischen Werkes Hilfe und Unterstützung leisten. Einzelfallhilfen und kleinere Zuschüsse für z. B. das Kinderhospiz sowie die 12 Transporte im Jahr mit Kleidung, Inkontinenzartikeln, Haushaltswäsche, Spielzeug und Hilfsmitteln jeder Art lindern ein wenig die Not der Menschen in Siebenbürgen. Die Hilfe geht dort an alle Menschen, die diese benötigen.

Um die Hilfe weiter leisten zu können, ist die Siebenbürgenhilfe des Diakonischen Werkes auch weiterhin auf Spenden angewiesen. Die Bankverbindung lautet: Spendenkonto Siebenbürgenhilfe,

Stadtsparkasse Mönchengladbach, IBAN DE95310500000000213934.

 

Ute Dornbach-Nensel