Letztes gespendetes Fenster eingebaut

Es war das Fenster oben rechts, das zuletzt auf seinen Austausch wartete.  Dort, wo die Pfadfinder aus ihrem Raum auf den Marktstieg sehen können, saß noch bis Anfang diesen Jahres  ein Uralt-Exemplar in der Maueröffnung. Aber seit dem 8. Januar ist die Fassade des Wichernhauses einheitlich. Genug Geld auch für das letzte Fenster war gespendet worden, so dass der Schreiner zum letzten Mal Maß nahm, um mit Holz und Glas ein neues Modell anzufertigen.

Rückblende: es war eine Fotocollage, die dem Geburtstagskind vor sieben Jahren überreicht wurde und die sehr schön veranschaulichte, was sich der Jubilar von seinen Gästen gewünscht hatte: nämlich eine Spende für neue Fenster in der Fassade des Wichernhauses. Nach dem Muster  der beiden schon vorhandenen neuen Fenster sollte der Schreiner zu Werke gehen, die aus Gründen der Rettungssicherheit im ersten Geschoss eingebaut werden mussten. Mehr war im Umbaubudget nicht drin. Auf Spendenbasis sollten die vom Zahn der Zeit schon angenagten übrigen Fenster  Stück für Stück nach historischem Vorbild erneuert werden. Damit bald die Fassade des Wichernhauses ihr ursprüngliches Aussehen bekäme.

Dieses Ziel ist nun erreicht. Taufeltern, Hochzeitspaare und Ehejubilare waren durch den von ihnen bestimmten Kollektenzweck daran beteiligt, andere hatten aus anderen Anlässen Geld für ihr Gemeindehaus am Marktstieg gespendet. Und andere bedachten über die sieben Jahre hinweg mit schöner Regelmäßigkeit das Projekt mit ihrer Spende. Ein himmlisches Dankeschön an alle, die durch ihre finanzielle Beteiligung Zug um Zug neue Fenster in die Schauseite des Wichernhauses eingesetzt haben.