Kindergottesdienst-Teamer im Düsseldorfer Opernhaus

Es war vielleicht die ergreifendste Szene im ersten Akt, als am Bühnenrand vor dem geschlossenen Vorhang Alidoro der verzweifelten Cenerentola verheißt, dass Gott im Himmel sie sieht und sich ihr Schicksal wenden wird. Augen- und Ohrenzeugen des magischen Moments waren fünfzehn Kindergottesdienst-Teamer im Alter von 14 bis 30 Jahren und dazu ihr Pfarrerehepaar Beuschel. Einige der jungen Männer schmückte für den Ausflug zur Düsseldorfer Oper noch einmal der Anzug, den sie bei der wenige Monate zurückliegenden  Konfirmation getragen hatten. Auch die anderen waren festlich gekleidet, und die Älteren erinnerten sich, wie sie die Jugendlichen vor Jahren zum Opernbesuch begleitet hatten, als die noch Kinder waren. La Cenerentola, so hieß die Rossini-Oper, die man jetzt gemeinsam sah. Dieses Werk bietet leicht abgewandelt das Märchen von Aschenputtel.  Im gut besetzten Düsseldorfer Opernhaus ließen sich auch junge Besucher aus Gladbach von wunderbarer Musik und schauspielerischen Höchstleistungen mitreißen. Und ganz nebenbei war es eine Fortbildung für einen der nächsten Kindergottesdiensttage, der sich der biblischen Josef-Geschichte widmen wird. Auch Josef sah in seiner dramatischen Lebensgeschichte den Himmel am Werk. Selbst wenn die Kinder dann keine Arien singen werden: einige Ideen zur Inszenierung für den Kindergottesdienst im Wichernhaus konnten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus der Rheinmetropole mitnehmen.