Charlotte Stahl und Manfred Petzold mit dem Kronenkreuz der Diakonie ausgezeichnet

„Das“, sagt Pfarrerin Annette Beuschel strahlend am Ende des Gottesdienstes, „ist Gemeinde.“  Damit meint sie nicht nur die versammelten Gottesdienstbesucher, sondern auch Charlotte Stahl und Manfred Petzold, die gerade für ihr vielfältiges und langjähriges ehrenamtliches Engagement mit dem Kronenkreuz der Diakonie ausgezeichnet wurden. „Als ich für die beiden heute geehrten Gemeindeglieder den Antrag für die Würdigung gestellt habe, reichte das vorgesehene Formular beinah nicht aus“, stellt die Presbyteriumsvorsitzende fest.

Und tatsächlich ist das Engagement  der beiden so vielfältig, dass man Gefahr läuft, etwas zu vergessen. Charlotte Stahl ist seit Jahrzehnten in der Gemeinde im Einsatz. „Mit dem Bachverein hat es angefangen“, erinnert sie sich. „Dann waren in der Gemeinde einige Zeit Pfarrstellen unbesetzt, da habe ich begonnen, ehrenamtlich mitzuhelfen.“  Sie hat den Bibel-Gesprächskreis und später den Seniorenkreis geleitet und wurde vor mehr als dreißig Jahren als Prädikantin ordiniert. Sie hat den Frauenkreis und den Besuchsdienst organisiert ebenso wie die jährliche Allianzgebetswoche. Sie hilft ganz selbstverständlich bei Gemeindefesten mit,  ist Gast bei der Kreissynode und beim Pfarrkonvent und organisiert regelmäßig die monatliche Zustellung der Gemeindezeitung „Wir“.  Ohne sie würde auch dieser Artikel gar nicht den Weg in die Haushalte finden. Und sie erhebt ihre Stimme im neu gegründeten Gemeindechor. Ganz wichtig: Sie ist auch Kümmerin. „Frau Stahl weiß, wo bei den Gemeindegliedern der Schuh drückt“, hebt Pfarrerin Beuschel hervor. „Und sie besucht diese Menschen.“ Ihre Motivation erklärt die Geehrte so: „Ich habe eine solche Freude an Gott. Die möchte ich weitergeben.“ Mit dem Kronenkreuz der Diakonie sagt die Gemeinde Danke.

Auch bei Manfred Petzold ist die Liste seines ehrenamtlichen Engagements beeindruckend lang und vielfältig. Und es ist noch nicht einmal auf die Gemeinde beschränkt. „Ich kenne es gar nicht anders“, sagt er lächelnd. „Ich bin, seit ich fünfzehn war, im Deutschen Roten Kreuz aktiv.“ Durch seine Kinder ist der Kontakt zur Gemeinde immer enger geworden und er hat als Presbyter, Finanzkirchmeister, Mitglied im Steuerverteilungsausschuss des Kirchenkreises und im Rechnungsprüfungsausschuss seine Kompetenzen nachhaltig und ausdauernd eingesetzt. Gottesdienstbesucher profitieren von seinem Engagement als ehrenamtlicher Küster in Ohlerfeld und Lektor im Gottesdienst. Sein Einsatz für eine gerechtere Welt zeigt sich bei der Unterstützung des  Fair-Verkaufs des Eine-Welt-Ladens.  Auch er ist als Kümmerer bekannt. „Herr Petzold sieht, wo Dinge in der Gemeinde gemacht und erledigt werden müssen und hilft tatkräftig mit“, betont Annette Beuschel in ihrer Würdigung. „Sucht den Herrn, solange er zu finden ist. Ruft ihn an, solange er nah ist „ - Sein Konfirmationsspruch aus Jesaja 55, Vers 6 erweist sich als tragfähiges Fundament seines Handelns. Ebenso wie die Unterstützung durch Familie. „Ohne sie  hätte ich nichts erreichen können“, sagt Manfred Petzold nach der Ehrung. Auch ihm sagt die Gemeinde von Herzen Danke für jahrelangen Einsatz.

Angela Rietdorf